Übersichtsplan Sanierung und Umgestaltung Baselstrasse Solothurn

Projektübersicht

Kreisel und Haltestelle Baseltor

Kreisel und Haltestelle Baseltor

Der Baseltorkreisel ist heute ein Unfallschwerpunkt. Er soll mit dem Projekt verbessert werden. Neu wird die Spurführung im Kreisel klar definiert – von der Werkhofstrasse her mit zweispuriger Zufahrt. Die übrigen Zufahrten erfolgen einspurig. Die Haltestelle Baseltor des Bipperlisi wird neu richtungsgetrennt auf beiden Strassenseiten erstellt. Die Haltestellen befinden sich ausserhalb der Fahrbahn. Sie werden behindertengerecht ausgebaut und für den Velo- und Fussgängerverkehr optimiert.

St. Josef

St. Josef

Der Abschnitt zwischen den Haltestellen Baseltor und Sternen wird im Mischverkehr befahren. Neben den kombinierten Fahrbahnen für Autos und Bahn bleibt trotz des engen Strassenraumes neu genügend Platz für beidseitige Velo- und Fussgängerwege. Die unübersichtlichen Arealausfahrten werden mit einer Ampel ausgerüstet, welche bei  Bahndurchfahrt Rot zeigen.

Haltestelle Sternen

Sternen bis St. Katharinen

Die Haltestelle Sternen (Bahn und Bus) wird neu auf der westlichen Seite der Kreuzung Sternengasse zu liegen kommen. Die Haltestellen werden behindertengerecht ausgebaut, die Führung des Veloverkehrs optimiert. Die Kreuzung Sternengasse wird weiterhin mit einer Ampel gesteuert. Auf dem Abschnitt zwischen der Kreuzung Sternengasse bis zur Haltestelle St. Katharinen benutzen Bahn und Auto dieselbe Fahrspur. Daneben bleibt auf beiden Strassenseiten genügend Platz für grosszügige Velo- und Fussgängerwege. Fussgängerübergänge werden neu mit Schutzinseln ausgestattet, damit die Strasse besser überquert werden kann. Die Fussgängerübergänge sind bei Bahndurchfahren ampelgesteuert.

Haltestelle St. Katharinen

Haltestelle St. Katharinen

Die Haltestelle St. Katharinen verbleibt an ihrem heutigen Standort. Neu wird ein Mittelperron zwischen den beiden Gleisen erstellt. Von diesem aus kann auf beide Seiten in die Züge eingestiegen werden. Der Perron wird mit einem Perrondach ausgestattet und behindertengerecht ausgebaut.

Fazit


Die Sanierung wird zum Anlass genommen, gleichzeitig auch die diversen Probleme anzupacken: Oberste Priorität hat dabei die Verbesserung der Verkehrssicherheit. Damit dies gelingt, wird der Strassenquerschnitt neu aufgeteilt. Bahn- und Autofahrspuren werden zusammengelegt. So entsteht Platz für separate Velostreifen und Trottoirs, was nicht nur die Sicherheit für den Fuss- und Veloverkehr verbessert, sondern auch den Autofahrenden zugutekommt. 

Mischverkehr schafft Platz

Gemäss neuem Konzept werden die Fahrspuren von Bahn und Auto zusammengelegt. Neu gibt es zwei Spuren mit gemischtem Verkehr statt wie bisher zwei Spuren für Autos und eine Spur für die Bahn. So entsteht Platz für separate Velostreifen und Trottoirs, was nicht nur die Attraktivität für den Fuss- und Veloverkehr verbessert, sondern auch den Autofahrenden zugutekommt. Das gewählte Konzept wird auch als «Mischverkehr» bezeichnet. Solche Mischverkehrslösungen haben sich anderswo in der Schweiz mehrfach bewährt.

Mehr Sicherheit

Durch das verbesserte Angebot für den Velo- und Fussverkehr kann die Verkehrssicherheit für alle verbessert werden. Die Sicherheit für Verkehrsteilnehmende, die in die Baselstrasse einbiegen wollen, wird durch die einheitliche Verkehrsführung von Bahn und Strasse nachhaltig erhöht. Anders als bisher kommt beim Einbiegen die Bahn immer von links – genauso wie der Strassenverkehr.


Grafik


Behindertenkonforme Haltestellen

Gleichzeitig werden behindertenkonforme Haltestellen gebaut; der ebenerdige Einstieg dient dabei mobilitätseingeschränkten Personen gleichermassen wie auch Personen mit Kinderwagen oder Gepäck. 

Weniger Konfliktstellen für Autofahrende

Auch für den Autoverkehr bringt das Projekt Vorteile: Konfliktreiche Stellen werden vermindert und die Sicherheit verbessert. 

Bahn und Autoverkehr funktionieren 

Dass dieses Konzept funktioniert, wurde mit Verkehrssimulationen umfassend geprüft. Fazit: Der Verkehrsfluss wird stabiler, sowohl für die Bahn wie auch für den Autoverkehr. Der Bahnbetrieb wird weiterhin mit Lichtsignalen abgesichert. Für den Autoverkehr bleibt die Reisezeit bis ins Zentrum unverändert. 

Was bringt das Projekt?

  • Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden (Bahn, Auto, Velo- und Fussverkehr)
  • Zwei Gleise für das Bipperlisi und eine sanierte Strasse 
  • Mehr Platz und erhebliche Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr
  • Normgerechte Fahrspurbreiten und Lichtraumprofile für einen sicheren Bahn- und Autoverkehr 
  • Städtebauliche Aufwertung des Strassenraumes, reduzierte Trennwirkung der Strasse

Was bringt das Projekt nicht?

Zwei Züge gleichzeitig auf der Baselstrasse: Selbst bei einem Viertelstundentakt, der frühestens ab 2027 eingeführt würde, zirkuliert zwischen Bahnhof Solothurn und St. Katharinen nie mehr als ein Bipperlisi gleichzeitig. Die Kreuzungsstelle befindet sich in Feldbrunnen.