Projekt Sanierung Baselstrasse

1. Die Baselstrasse ist am Ende ihrer Lebensdauer

Die Baselstrasse muss totalsaniert werden, weil der Unterbau Schwachstellen und Hohlräume aufweist. Bereits waren mehrere Notreparaturen nötig. Solche sind nicht nachhaltig, so lange die Ursachen im Unterbau nicht beseitigt sind. Die Sanierung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.

2. Es passieren zu viele Unfälle

Die Baselstrasse hat grosse Sicherheitsdefizite. In den letzten 25 Jahren gab es auf der Strecke 355 Unfälle mit zwei Todesopfern, 14 Schwerverletzten und 145 Leichtverletzten. Häufigste Unfallursachen sind die Seitenlage der Bahn und die beengten Verhältnisse für den Veloverkehr.

3. Günstig für die Solothurnerinnen und Solothurner

Das ausgearbeitete Sanierungsprojekt erneuert Strasse und Bahngleise zusammen. Dank gemeinsamer Planung und Realisierung können die Prozesse optimiert und die Kosten zwischen Kanton und Aare Seeland mobil AG aufgeteilt werden. Es gibt nur einmal eine Baustelle. Wird das Projekt abgelehnt, muss die Verkehrsachse trotzdem saniert werden. Diese sogenannten «Ohnehin-Kosten» würden sogar höher ausfallen.

4. Der Mischverkehr ist eine bewährte Lösung

Nicht die Bahn braucht zwei Geleise, sondern motorisierter Individualverkehr, Velo- und Fussverkehr brauchen mehr Platz für die Bewältigung des wachsenden Verkehrsvolumens. Wegen der engen Verhältnisse. Zwischen den denkmalgeschützten Bauten ist eine Verbreiterung der Baselstrasse nicht möglich. Der Mischverkehr ist in vielen Städten erprobt und die einzige praktikable Lösung. Der Zustand mit Seitenlage der Bahn ist nicht mehr genehmigungsfähig, weil er die heutigen Vorgaben nicht erfüllt.

5. Die Baselstrasse ist eine Lebensader

Die östliche Einfallsachse der Stadt Solothurn ist bedeutend für eine effiziente Abwicklung des motorisierten Individualverkehrs und des Bahnverkehrs in Beziehung zum Raum Jurasüdfuss Ost und Oberaargau. Sowohl die Stadt als auch die betroffene Region brauchen für ihre Entwicklung funktionierende Anschlüsse an den ÖV-Knoten und die Autobahn.

6. Ins Bipperlisi wurde investiert

Die Aare Seeland mobil AG hat seit den Grundsatzentscheiden des Kantonrats von 2005 rund 100 Millionen Franken in die Bahninfrastruktur investiert. Neu gebaut wurden Rötibrücke-Bahnhof, Flumenthal-Attiswil, Niederbipp-Oensingen. Es geht um Beschlüsse und Abmachungen für ein Einzugsgebiet über Stadt und Kanton Solothurn hinaus. Dass das Bipperlisi weiterhin über die Baselstrasse verkehrt, ist für dieses Projekt eine Vorgabe.